Höchste Zeit für Nisthilfen!

Normalerweise ist der Januar der Monat, in dem man sich die Zeit nehmen sollte sich seinen Garten einmal in Ruhe unter Naturschutzaspekten zu betrachten – und ihn ansonsten in Ruhe zu lassen. Es ist auch die Zeit, in der man neue Nisthilfen anschaffen oder bauen sollte, damit die Plätze bereits im Vorfeld von potentiellen Bewohnern erkundet werden können. Außerdem wird das Holz der meisten Nisthilfen zum mit Holzschutzmitteln behandelt, die Farbe oder Schutzlackierung kann so noch ein wenig ausdünsten, bevor die kleinen Bewohner dort einziehen.

Bereits vorhandene Nisthilfen sollte man bald nach der Brutzeit ausräumen und auswaschen, damit keine Zecken oder Milben darin überwintern und möglicherweise über die frisch geschlüpfte Brut herfallen können. Aber auch nützliche Insekten ziehen sich im Winter in Nistkästen zurück, deshalb sollte man die Kästen nun in Ruhe lassen, bis die Zeit der Winterruhe vorbei ist.

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Foto: Lizzy Tewordt / pixelio.de

Dieses Jahr ist wetterbedingt alles ziemlich früh dran – die Vögel teilen bereits ihre Reviere auf und sind paarweise unterwegs. Also höchste Zeit für Nisthilfen!

Bevor man eine Nisthilfe anschafft, sollte man sich gut überlegen für welche Vögel sie gedacht ist. Denn so verschieden die Vögel sind, so verschieden sind auch ihre an eine Nisthilfe anschafft, sollte man sich gut überlegen für welche Vögel sie Bedürfnisse. Und nicht nur Vögel nehmen spezielle Nisthilfen gerne an – auch Fledermäuse und Insekten sind darauf teilweise sogar angewiesen. Neben Beschaffenheit und Größe ist dann auch die richtige Platzierung wichtig.

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Foto: Rudolpho Duba / pixelio.de

Haussperlinge zum Beispiel sind nicht nur Koloniebrüter, sie brüten auch gerne in Mauerhöhlungen. Für Spatzen gibt es also spezielle „Mehrfamilienkästen“, die man am besten an einer durch Büsche oder Kletterpflanzen geschützten Stelle am Haus anbringt – möglichst gleich mehrere nebeneinander, damit gleich eine ganze Spatzengang ein zuhause finden kann.
Andere Vogelarten bestehen auf möglichst viel Abstand zum Nachbarn, für sie sind einzelne Kästen richtig und sie sollten weit genug voneinander angebracht werden um Revierkämpfe zu vermeiden.
Während Mauersegler weit oben unter dem Dach ihre Nester bauen, findet man Schwalbennester in Ställen oder Schuppen unter der Decke. Auch um diesen geschützten Arten zu helfen und die Fassade vor Kotspuren zu schützen, gibt es spezielle Nisthilfen – mit Kotbrettern darunter.

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Foto: H. D. Volz / pixelio.de

Bei Wikipedia findet man unter https://de.wikipedia.org/wiki/Nistkasten einen kleinen, übersichtlichen Überblick, auch der NABU bietet unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/ wertvolle Tipps und Bauanleitungen, es gibt dort auch einen Shop dafür – und mit einer Bestellung dort unterstützen Sie gleich noch dem Vogelschutz. Ansonsten ist das Internet mittlerweile voll von Angeboten für jeden Geschmack und in jeder Preisklasse, alleine eBay bietet unter dem Stichwort „Nistkästen“ gleich 3368 Artikel an. Sich vorher ein wenig zu informieren kann aber trotzdem nicht schaden, damit der Nistkasten nicht nur ein Blickfang ist, sondern im Frühling auch seinen Zweck erfüllt.